Die Sicherheit von Waizenkirchen ist in Gefahr!

  • Es gibt kein vergleichbares Großprojekt, bei dem derart große Wassermassen (2,5 Millionen Kubikmeter) unmittelbar vor einem großen Ort (4.000 Einwohner) gespeichert werden sollen.
  • Der Schutz der durch den Damm erreicht werden soll ist trotz der astronomischen Kosten nur auf ein 100-jährliches Hochwasser ausgelegt – Überflutungen wie 1997 und 2002 werden weiterhin stattfinden.
  • Gefährdung der existierenden Bebauung – Einzelgehöfte und Siedlungen sollen eingedeicht werden.
  • Es werden Gefahren durch Wasser geschaffen, wo bisher keine waren.
  • Die Sicherheit der Menschen wird abhängig vom Funktionieren oder Versagen von technischen Einrichtungen wie Schleusen, Pumpen und Notstromaggregaten.

 

Soll so die Zukunft der Waizenkirchner Bevölkerung aussehen?

Angst vor Hochwasser ? Evakuierungen von Schule und Altenheim?

Auszug aus orf.at vom 3.4.2006 http://noev1.orf.at/stories/100127

300 Häuser nach Dammbruch evakuiert
In Dürnkrut im Bezirk Gänserndorf mussten nach einem Dammbruch bei Jedenspeigen 250 Häuser evakuiert werden. Das Hochwasser der March war in den Ort geflossen.

Ein Drittel von Dürnkrut evakuiert
Etwa ein Drittel der Gemeinde mit knapp 2.100 Einwohnern wurde laut Abschnittsfeuerwehrkommandant Eduard Kammerer Montagfrüh evakuiert.
Bis zu 700 Menschen wurden in Notquartieren untergebracht. Auch Infrastruktureinrichtungen wie der Bahnhof und Tankstellen wurden geräumt.
Stellenweise konnte die Feuerwehr die Menschen nur mit Booten in Sicherheit bringen. Bis zu einem Meter standen die Gebäude unter Wasser.

Viele wollten nicht weg
Viele Menschen mussten erst überredet werden, ihr Haus zu verlassen. „Sie wollten gar nicht weg“, so ein anderer Feuerwehrmann.

Sammelstelle in der Volksschule
In der Volksschule Dürnkrut wurde ein Notquartier für die 300 bis 400 Menschen eingerichtet, die ihre Häuser verlassen mussten. Wann sie zurückkehren können, ist unklar.

„Wir wissen nicht, wie hoch das Wasser steigen wird“, sagte Gerhard Hotzy von der Feuerwehr. Die Evakuierung sei eine Vorsichtsmaßnahme. Man warte lieber nicht, bis das Wasser in den Häusern steht.

Das Rote Kreuz hat mehrere Kriseninterventionsteams in die Gemeinde geschickt. Es wurde eine Feldküche bei der Volksschule aufgebaut, auch die psychologische Betreuung Betroffener wird vom Roten Kreuz übernommen.

Reparaturarbeiten per Hubschrauber
Der Damm bei Jedenspeigen war am Montag gegen 3.30 Uhr Früh auf einer Länge von 80 Metern gebrochen.

Am Montag soll der Damm per Luftbrücke repariert werden. „Big Packs“ – vollgefüllte Säcke mit Steinen und Material werden eingeflogen. Zur Stabilisierung des Dammes sollen zusätzlich Panzersperren errichtet werden.

Dämme gelten als gefährdet
Die Dämme gelten als gefährdet. Sie sind seit Tagen durchnässt. Und zusätzlich verschärft wurde die Lage durch Wasser, das aus Tschechien nachfloss und die Pegel innerhalb von 24 Stunden um 30 Zentimeter steigen ließ.

Trinkwasserversorgung in Dürnkrut gesichert
Das Hochwasser in Dürnkrut hatte bisher keine Auswirkungen auf die Trinkwasserversorgung, sagte Horst Fischer, Jurist in der Wasserrechtsstelle der Landesregierung der APA.

So genannte Übergabeschächte-Verbindungen zwischen den überregionalen Transportleitungen und den lokalen Wasserleitungen- der EVN seien höher platziert und daher sicher.

Alle Zuleitungen seien bis zum jetzigen Zeitpunkt intakt, eine Notversorgung wäre aber jederzeit möglich. Natürlich könne es vorübergehende Engpässe geben. Auch dass Rohre in Kellern verstopft werden, sei nicht auszuschließen, sagte Fischer.